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DEA-App

    Date

  • 2019
  • Involvement

  • Konzept, Software Development, Projektmanagement

Mehr Lebensfreude

DEA-App

Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen leiden unter einer Demenz nicht nur die Betroffenen selbst, sondern - und nicht selten in höherem Maße - die betreuenden Angehörigen. Als Folge davon wird häufig auch die Lebensqualität beeinflusst. Dieses Forschungsprojekt soll mithilfe einer App dazu beitragen die Lebensqualität der Angehörigen und Betroffenen wesentlich zu verbessern.

Über DEA

    Die App soll den Angehörigen helfen

    • Mehr Lebensfreude in den Alltag der an Demenz erkrankten Menschen zu bringen
    • Konkrete und individuell auf die Person abgestimmte Alltagsaktivitäten für jeden Tag anbieten zu können, die einem selbst auch gut tun
    • Den Alltag zu erleichtern und auch zu strukturieren
    • Sich mit anderen Betreuungspersonen zu vernetzen, den Betreuungsalltags zu organisieren und Informationen auszutauschen
    • Fundierte Informationen über demenzielle Erkrankungen zu erhalten
    • Mit Überforderung und schwierigen Situationen im Betreuungsalltag durch das Bereitstellen von wissenschaftlich fundierten Empfehlungen besser umgehen zu können
    • Im Notfall Kontaktadressen und Telefonnummern griffbereit zu haben
„Aktuellen Schätzungen zufolge leben in Österreich 100.000 Personen mit unterschiedlichen Formen von Demenz.“

Hintergrund zu Demenz

Aktuellen Schätzungen zufolge leben in Österreich 100.000 Personen mit unterschiedlichen Formen von Demenz. Aufgrund der demographischen Entwicklung und gleichzeitiger Erhöhung der Prävalenzrate wird dieser Anteil bis zum Jahr 2050 auf ca. 230.000 Personen ansteigen und sich somit mehr als verdoppeln. Weitere Daten zeigen, dass 85% der von Demenz betroffenen Menschen zu Hause leben und ihre Betreuung und Versorgung meist durch Angehörige stattfindet. Derzeit werden demenziell erkrankte Menschen von mehr als 300.000 pflegenden bzw. betreuenden Angehörigen (neben zusätzlichen mobilen Diensten oder der professionellen Unterstützung durch 24-Stunden Betreuung) versorgt. Auch diese Gruppe wird sich bis 2050 mehr als verdoppeln.

Projektzielsetzungen

Die in diesem Projekt entwickelte App DEA richtet sich vor allem an die betreuenden Angehörigen und soll einerseits deren Belastung reduzieren und andererseits die Betreuungsqualität und -kompetenz steigern und somit zur Aufrechterhaltung einer hohen Lebensqualität von Erkrankten und Betreuenden beitragen.

Ergebnisse und Conclusio

    Unser Team

    Medizinische Universität Wien: Prof. Dr. Tanja Stamm

    FH Campus Wien: Dipl.-Ing. Mag. Franz Werner

    WPU GmbH: Prof. Dr. Andreas Kumpf

    NOUS Wissensmanagement GmbH

    RALTEC: Dipl. Ing. Walter Hlauschek

Das Forschungsprojekt „DEA“ wurde erfolgreich abgeschlossen. In einer wissenschaftlichen Evaluationsstudie wurde die App mit 46 Angehörigen von Menschen mit Demenz evaluiert. Im Ergebnis konnte gezeigt werden, dass die App im Alltag sinnvoll eingesetzt werden konnte und für die Testgruppe von Wert war. Nutzer fühlten sich inspiriert und motiviert neue Aktivitäten mit ihren Angehörigen mit Demenz einzuführen. Personen die bereits zuvor sehr aktiv im Umgang mit Ihrer / Ihrem Angehörigen waren, fühlten sich durch die App in ihren Handlungen bestätigt. Die detaillierten Studienergebnisse wurden im Juli 2020 unter folgendem Link publiziert:

» zu den Studienergebnissen